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Vier typische SEO Fehler von Online-Shops

Wenn man sich im Internet die Vielzahl an Online-Shops ansieht, finden sich bei vielen Händlern grundsätzliche Fehler im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO). Durch diese erschweren sich einige Shops eine gute Auffindbarkeit und ein optimales Ranking in den Suchmaschinen- ergebnissen. Im Folgenden werden vier potentielle Fehlerquellen aufgezeigt, die als Onlineshop- betreiber besser vermieden werden sollten.

seo-fehler

1. Duplicate Content

Unter „Content“ versteht man in erster Linie Texte und Bilder, aber auch Videos und Dokumente (beispielsweise Datenblätter als PDF). Online-Shops leben natürlich von ihren Produkten (Artikelbeschreibungen, Bilder und Datenblätter), wodurch sie auf ein grundsätzliches Problem stoßen: Doppelte Inhalte entstehen – gerne auch als „Duplicate Content“ bezeichnet.

Viele Betreiber bekommen die Produktdaten samt Beschreibung von deren Händlern geliefert. Sobald die gleichen Beschreibungstexte auf anderen Seiten ebenfalls verwendet werden, ist das ein Problem aus Sicht der Suchmaschine. Denn erkennt diese gleiche Inhalte, versucht sie, alle Webseiten mit gleichem Content herauszufiltern – bis auf das vermeintliche Original. So kann es gut passieren, dass die eigene Seite als Doublette eingestuft wird und damit die Produktseiten bei Google und Co nicht mehr auffindbar sind.

Wie löst man dieses Problem? Indem eigene und einzigartige Produktbeschreibungen erstellt werden. All denjenigen, die an dieser Stelle aufschreien, tausende Produkte auf der eigenen Seite anzubieten, sei das Paretoprinzip nahegelegt. Dieses Prinzip besagt, dass 20% der angebotenen Artikel etwa 80% des Umsatzes generieren. Was wiederum bedeutet, dass der Fokus bei der Inhaltserstellung zuerst auf genau diese Produkte und Topseller gelegt werden muss.

Tipp: Wenn in mühevoller Arbeit unique Artikelbeschreibungen erstellt werden, sollten diese hochwertigen Texte in keinem Fall auf Preissuchmaschinen wie Idealo, oder Marktplätze wie Amazon und Ebay im Original hochgeladen werden. Stattdessen empfiehlt es sich für diese Portale nur eine abgespeckte Version oder die Original-Texte der Lieferanten in den Datenfeeds bereitzustellen. Denn diese Seiten sind meist stärker, als der eigene Shop, wodurch die Indexierung schneller stattfindet, als auf dem eigenen Webshop. Dadurch könnte die eigene Seite als „Kopie“ missverstanden werden, was den Effekt einer Herausfilterung durch die Suchmaschine erzielen würde.

 2. Seitenflut durch Filter

Gerade größeren Shops offenbart sich ein weiteres Problem: Hunderte oder tausende Produkte müssen für die Besucher gut auffindbar sein. Somit werden häufig Filter eingesetzt, die eine Auswahl und Filterung der Produkte ermöglichen.

An der Stelle sind zwei Ansätze denkbar: Entweder wird für eine gewisse Einzigartigkeit der Filterseiten durch eigene Seitentitel, URLs, Metaangaben, Überschriften und Inhalte gesorgt. Dies ist jedoch mit einem großen zeitlichen und für viele Shopsysteme technischen Aufwand verbunden. Sollten diese Filterseiten keine Uniqueness besitzen, werden diese als Duplicate Content gesehen und sind damit problematisch.

Oder es wird sichergestellt, dass diese Filterergebnisse zum einen nicht im Google Index landen (Meta-Robots-Tag) und zum anderen im Optimalfall keine eigene URL erzeugen. Jede weitere URL, die vom Suchmaschinen-Crawler entdeckt, aber nicht indexiert werden soll, würde „Crawl Budget“ verschwenden. Als „Crawl Budget“ bezeichnet man die Anzahl der Seiten, die eine Suchmaschine wie Google auf einer Webseite maximal crawlt/durchsucht. Gerade bei vielen Filtern, die in Kombination schnell auf über eine Million Seiten anwachsen können, sollte die Indexierung der erzeugten Filterseiten vermieden werden.

Tipp: Sollen die Filterseiten nicht indexiert werden, so kann mit Hashtags gearbeitet werden, da dies kein „Crawl Budget“ verschwendet und nicht im Index landet.
(z.B. http://www.demoshop.de/spielzeug.html#holz)

3. Suchergebnisseiten

In einem Webshop wird oft und viel gesucht, da das Durchklicken einzelner Kategorien zu viel Zeit kostet und deshalb von den Besuchern vermieden wird. Daher gibt es Anbieter wie FINDOLOGIC, die für eine optimale Suchfunktion und Auffindbarkeit von Inhalten sorgen. Dadurch wird dem Kunden schnell das geliefert, was er sucht.

Problematisch wird eine solche Suche dann, wenn mit jeder ausgeführten Suchanfrage eine eigene URL erzeugt wird. Diese Ergebnisseiten haben im Normalfall keinen wirklichen Mehrwert und stellen keinen guten Content bereit. Sie gehören somit nicht in den Index der Suchmaschine. Daher sollte der Shop dafür sorgen, dass diese Seiten durch den Meta-Robots Tag auf „noindex, follow“ gesetzt werden. Dadurch werden sie erst gar nicht indexiert:

<meta name=“robots“ content=“noindex, follow“ />

4. Paginationsfehler

Da Online-Shops viele Produkte in den einzelnen Kategorien haben, helfen sich viele Händler mit Blätterseiten. So werden beispielsweise nur die ersten zwanzig Produkte auf der Hauptseite angezeigt und alle weiteren Produkte liegen auf den Seite Zwei und Folgenden. An dieser Stelle treten vor allem zwei Probleme auf:

Ab Seite Zwei unterscheiden sich die Unterseiten – bis auf die Produkte – nicht mehr und stellen somit reine Doubletten an Inhalt dar. Diese müssen aus dem Index der Suchmaschine gehalten werden, da sie keinen Mehrwert bereitstellen.

Daher ist es ratsam diese Seiten mit dem Meta Tag „noindex, follow“ zu kennzeichnen. Somit werden die Unterseiten nicht indexiert, aber deren Links (nämlich zu den darauf befindlichen Produkten) kann gefolgt werden. Viele Shops machen an der Stelle den Fehler und kennzeichnen die Seite Zwei und Folgende mit dem sogenannten „Cannonical Tag“. Dieser zeigt der Suchmaschine, auf welcher URL bei identischen Inhalten der „Hauptinhalt“ zu finden ist. Die andere(n) Seite(n) werden nicht mehr weiter beachtet und auch nicht indexiert.

Wird der „Cannonical Tag“ falsch eingesetzt, zeigen die Blätterseiten
(http://www.demoshop.de/spielzeug.html?seite=2 usw.)
auf die Hauptseite (http://www.demoshop.de/spielzeug.html):

FALSCH: Auf der Seite Zwei und den Folgenden:

<link rel=“canonical“ href=“http://www.demoshop.de/spielzeug.html“/>

Der Fehler ist, dass durch den „Cannonical Tag“ die Blätterseiten zum einen nicht indexiert werden und zum anderen den darauf befindlichen Links nicht gefolgt wird. Um es richtig zu machen, sollte auf den Blätterseiten wieder der Meta-Robots Tag auf „noindex, follow“ gesetzt werden – anstatt dem „Cannonical Tag“.

Tipp: Um der Suchmaschine die Verarbeitung von Blätterseiten zu vereinfachen, sollte der rel=“prev“ und rel=“next“ Tag verwendet werden. Folgendes Beispiel mit drei zusätzlichen Blätterseiten als Veranschaulichung:

 

Auf der ersten Seite:

<link rel=“next“ href=“http://www.demoshop.de/spielzeug.html?seite=2″ />

Auf der zweiten Seite:

<link rel=“prev“ href=“http://www.demoshop.de/spielzeug.html“ />

<link rel=“next“ href=“http://www.demoshop.de/spielzeug.html?seite=3″ />

Auf der dritten Seite:

<link rel=“prev“ href=“http://www.demoshop.de/spielzeug.html?seite=2″ />

<link rel=“next“ href=“http://www.demoshop.de/spielzeug.html?seite=4″ />

Und auf der vierten/letzten Seite:

<link rel=“prev“ href=“http://www.demoshop.de/spielzeug.html?seite=3″ />

 

Bessere Performance durch das Vermeiden von Fehlern

Da der Wettbewerb vor allem im E-Commerce ständig zunimmt, sollten die aufgezeigten Fehler
und Probleme im Bereich der Suchmaschinenoptimierung vermieden werden. Durch das Lösen der genannten Probleme kann eine bessere Auffindbarkeit bei Google und Co erzielt werden.

 

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