Onsite-Suche zählt zu den zentralsten Funktionen eines Online-Shops. Immer mehr Online-Händler greifen verstärkt zu intelligenten Lösungen von Drittanbietern, obwohl die meisten Shopsysteme eine Basisfunktionalität bereits integriert haben. Warum? In unserer dreiteiligen Blogreihe befassen wir uns mit den entscheidenden Fakten rund um nachweisliche Erfolgsfaktoren und Merkmale zu einer professionellen Suchlösung.

Part 1: Suchqualität

Sorgen Sie in Ihrem Online-Shop bereits für Treffsicherheit? Finden Ihre Kunden tatsächlich wonach Sie suchen? Suchen Kunden in einem Fashion-Store zB. nach „Anzug“, werden vermutlich keine Taucheranzüge gemeint sein. Eine wirklich intelligente Suchfunktion sorgt zusätzlich dafür, dass keine komplizierten Gewichtungen oder aufwändige, technische Einstellungen an erprobten Algorithmen vorgenommen werden müssen. Selbstverständlich benötigt es jedoch zeitgleich Möglichkeiten, Top-Seller oder Produkte aus Werbung nach oben zu reihen, um so den Absatz anzukurbeln. Ein „Verschlimmbessern“, also vermeintliche Änderungen zum Guten, muss allerdings durch bewährte, automatisierte Technologien ausgeschlossen werden. Komplexität und Zeitaufwand, um solche Systeme zu warten, stehen in keinerlei Relation.

Je länger sich Besucher in einem Online-Shop aufhalten, umso mehr sollte über sie in Erfahrung gebracht werden. Werden unterschiedliche Ausdrucksweisen berücksichtigt? Welche Präferenzen und Affinitäten können zugeordnet werden? In Summe: Fühlt sich der Kunde abgeholt und verstanden? Aus diesem Grund ist es essentiell eine lernfähige Suchfunktion bereit zu stellen. Kein anderer Berührungspunkt im Online-Store hat hierbei den Wirkungsgrad einer abgestimmten Suchfunktion. Das stetige Hinzufügen von zusätzlichen Themen- oder Einkaufswelten wird alleinig nicht ausreichend sein, als dass sich missverstandene Kunden abwenden und anderweitig entscheiden. Lernfähige Datenbanken bilden das Suchverhalten tausender Szenarien ab, welche das algorithmische Verhalten von Kunden sammelt, analysiert und entsprechend optimiert ausspielt. Mit dem Ziel, dass durch das Verhalten des Users der ganze Shop automatisch Bedürfnisse erkennt und sich Großteils selbst zu regeln weis.

Doch beschränken sich Suchfunktionalitäten im E-Commerce immer wieder nur auf bestimmte Begriffe oder Titel, welche den jeweiligen Artikeln zugeordnet werden. Heutzutage muss eine Suche die Begriffe der User verstehen und einen eigenen Wortschatz hierfür aufbauen. So werden beispielsweise unter dem Begriff „Gläser“ auch ein Sektglas, Kaffeebecher aus Glas, oder Glaskelche gefasst. Je nach tieferer Spezifikation werden dann die erwünschten Ergebnisse angezeigt. Es gilt folgende Kunst zu verstehen: Zeigen Sie dem Kunden so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Einerseits, um nicht mit einer Artikelflut zu überfordern und anderseits, um Kaufanreize klarer zu definieren.

Das Userverhalten steuert eine intelligente Suchfunktion nicht nur temporär. Alle verschiedenen Szenarien, welche innerhalb eines Stores stattfinden, sind wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft. In einem Knowledge-Layer, einer Wissensdatenbank, abgespeichert, beeinflussen diese Learnings das algorithmische Verhalten und können für jeden User und Webshop optimal eingesetzt werden.